Screenshot Atomic Stretch in Verwendung

Kostenloses Plug-In vereinfacht den Actioncam-Workflow

Mit dem neuen kostenlosen Plug-In „Atomic Stretch“ für Premiere Pro und After Effects fällt nun auch der letzte Grund, die herstellereigene – und recht fehleranfällige – Videoschnittsoftware von GoPro noch zu verwenden.

Das Plug-In ermöglicht das dynamische Verzerren des Videomaterials, wobei ein frei definierbarer Bereich von der Verzerrung ausgeschlossen werden kann. Im Prinzip nichts anderes, als es die Einstellung „SuperView“ bei GoPro-Kameras automatisch vornimmt. So kann das Videobild bei vollem 4:3 Sensorreadout einfach auf 16:9 gedehnt werden, ohne bildwichtige Bereiche unschön zu verzerren. Durch die Einstellungsmöglichkeiten kann der geschützte Bereich selbst festgelegt werden, was wesentlich mehr Möglichkeiten in der Postproduktion bietet.

Gerade bei klassischen POV-Aufnahmen mit der Kamera am Helm etc. profitiert man bei Aufnahmen im 4:3 Format von dem größeren vertikalen Blickwinkel und streckt das Bildmaterial dann nach eigenen Wünschen auf z.B. 16:9. Damit erübrigt sich die Entscheidung zwischen dehnen und verzerren, beziehungsweise zoomen und croppen.

Wer mit Adobe Premiere Pro oder After Effects arbeitet kann nun sämtliche Arbeitsschritte wie

  • konvertieren der .mp4-Dateien in Cineform-Clips
  • anpassen der Framerate für Zeitlupenaufnahmen
  • JPEG-Bildsequenzen als Timelapse-Clip importieren oder
  • individuelles Anpassen von 4:3 Material

direkt im Adobe-Workflow durchführen, ohne dabei einen Workaround mit GoPro Studio machen zu müssen!
Adobe Premiere Pro gibt’s übrigens bereits ab € 23,99/Monat für Einzelanwender als Einzelprodukt zu kaufen.

Das Plug-In selbst, sowie detaillierte Informationen und ein Poster mit den Details findet Ihr auf der Seite von Atomic Image Labs.

 

Atomic Stretch: Optimally bounded real-time stretching and beyond from Rasmus Ramsboel Jensen on Vimeo.

 

Selbstverständlich sind die Einsatzmöglichkeiten des Plug-Ins nicht auf die Arbeit mit Material aus einer Actioncam begrenzt. Eine weitere Option wäre unter anderem auch das Strecken von 16:9 Videomaterial auf Cinemascope (21:9), was wohl die eigentliche Intention der Macher war!

Die Newsmeldung kommt übrigens gerade rechtzeitig vor meinem Workshoptermin „Reveal the Power of your actioncam!“ Darin vermittle ich Euch die Grundlagen der Filmtechnik und des Videoschnitts sowie die Möglichkeiten, das Beste aus Euren Actioncams heraus zu holen.  Nähere Infos dazu findet Ihr hier.